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EBOLA UND FLÜCHTLINGE?

LÖWENGEBRÜLL UND VOODOOZAUBER?

DIKTATOREN, KRIEGE, HUNGERSNÖTE?

 

Schauen Sie nochmal ganz genau hin.

 

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20140523-2011-11, Ghana und Togo(2)
20140523-2012-11, Nigeria(2)

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20140523-2011-11, Ghana und Togo

Inhalt

 

EINLEITUNG

Zeit für Aufklärungsarbeit

DIE GEFAHR EINER EINZIGEN GESCHICHTE

Klischees und ihre Folgen – Wie Afrika nicht ist und warum sich ein differenzierter Blick lohnt (Ghana im November 2011)

„THE HORROR! THE HORROR!“

Über politische Schuld und historische Verantwortung (Ruanda im Mai 2013)

DAS FEST DES HUHNES 

Die Psychologie der Exotik am Beispiel des Lebens in einem Bergdorf (Togo im Oktober 2011)

DER EWIGE AFRIKANER

Über die Kausalität von Kolonialismus und Sklavenhandel für den alltäglichen Rassismus (Südafrika im März 2010)

SAMORA BRAUCHT EIN ZUHAUSE

Warum Entwicklungshilfe grundlegend falsch ist (Irgendwo im Westen im 21. Jahrhundert)

EINE EINS MIT 14 NULLEN

Politik und Demokratie im „afrikanischen Kontext“ verstehen (Simbabwe im September 2010)

VON SCHLAFENDEN LÖWEN

Der Wirtschaftshype und die wahren Potenziale afrikanischer Staaten (Nigeria im November 2012)

DAS ALTE STÜRZT

Stillstand und Wandel am Beispiel von Glaube, Frauenrechten und Homophobie (Tansania im April 2011)

VOR DEM GROSSEN SPRUNG

Plädoyer für eine außenpolitische Neuausrichtung (Tansania im April 2011)

T-I-A – THIS IS AFRICA

Der ganz normale Alltag oder: Was ist „typisch afrikanisch“? (Nigeria im November 2012)

Leseprobe

 

Denn oft tun wir so, als handele es sich bei Afrika um ein einziges Land: Es sind Afrikaner, die nach Lampedusa flüchten und Afrikaner, die unseren Kaffee anbauen. Afrikanische Sprichwörter, afrikanisches Essen und afrikanische Musik? Finden wir alle toll! Die britische Schriftstellerin Elspeth Huxley wusste bereits 1959 in ihrem Buch The Flame Trees of Thika zu berichten: „Afrika ist ein grausames Land; es reißt Dir das Herz raus und pulverisiert es zu Stein – und keinen stört es.“ 41 Jahre später war es George W. Bush, der sagte: „Afrika ist eine Nation, die unter unglaublichen Krankheiten leidet.“ Immerhin hat er Afrika auch als wunderschönes Land zu preisen gewusst. Im Dezember 2012 wurde die gambische Juristin Fatou Bensouda zur neuen Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag ernannt. Welt, Morgenpost und Spiegel-Online titelten: „Afrikanerin wird neue Chefanklägerin in Den Haag“. Im Juni 2013 veranstaltete meine Heimatstadt Stolberg im Rheinland ein Wochenende unter dem Motto „Stolberg goes Africa“. Dies stand in der jährlichen Tradition eines kulturellen Austausches mit einem anderen Land, wie auf der Homepage der Veranstalter zu lesen war. So hatte es in den Jahren zuvor „Stolberg goes Brazil“, „Stolberg goes Italy“ oder „Stolberg goes China“ geheißen. Im Juli 2013 war es dann wieder Spiegel-Online, wo die Ghanaerin Nana Sekyiamah in einem Interview zur „Afrikanischen Aufklärungs-Bloggerin“ erklärt wurde. Einen Monat später sendete ZDFneo eine vierteilige Serie mit dem Titel Auf der Flucht – das Experiment, die 2013 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Die Protagonisten machten sich darin auf den Weg in die Ursprungsländer von Menschen, die in Deutschland Asyl suchten. Es ging darum, am eigenen Leib zu erfahren, was es heißt, auf der Flucht zu sein. Neben dem „Team Irak“ gab es auch das „Team Afrika“, obwohl „Team Afrika“ eigentlich nur in die ostafrikanischen Länder Eritrea und Äthiopien unterwegs war. Gegenfrage: Was würde passieren, wenn ein afrikanischer Chronist von der Falls Road im nordirischen Belfast oder den Massengräbern in Bosnien-Herzegowina auf den Zustand Europas schlösse? Stellen Sie sich einmal vor, ein kenianischer Reporter würde sich nach seinem Besuch in Holland die Frage stellen, warum alle Europäer ständig Holzschuhe tragen!
(Aus der Einleitung)

Kennen Sie schon die Schweiz Afrikas? Es handelt sich um das kleine Ruanda im Osten des Kontinents. Wie sich dieser Name etabliert hat? Die Straßen in Ruanda sind geteert und in einem fast schon verstörend guten Zustand. Die Hauptstadt Kigali ist sauber, fast schon verstörend sauber. Gut, ich höre ja schon auf. Trotzdem: Die Hecken geschnitten, die Mittelstreifen bepflanzt, der Rasen gemäht. Es gibt ein funktionierendes Busverkehrsnetz. Die Regierung fährt eine beachtliche Ein-Laptop-pro-Schulkind-Politik. Plastiktüten sind verboten. Sie werden bereits bei Ankunft am Flughafen konfisziert. Und Ruanda schlägt andere afrikanische Länder in Sachen Marktliberalisierung um Längen. In Ruanda dauert es drei Tage ein Unternehmen zu gründen und registrieren zu lassen. Damit belegt Ruanda weltweit den 9. Platz. Das Wirtschaftswachstum der vergangenen sieben Jahre lag bei rund sieben Prozent. Die Armut konnte in den vergangenen fünfzehn Jahren von 60% auf 25% reduziert werden. Die Regierung wurde dadurch bekannt, dass sie Entwicklungsgelder besonders effizient einsetzt. Was das mit der Schweiz zu tun hat? Nichts. Oder haben Sie schon einmal gehört, dass jemand die Schweiz das Ruanda Europas genannt hätte? Eben. Na gut, einige Gemeinsamkeiten gibt es wohl doch. Die Schweiz ist ähnlich klein wie Ruanda und hat auch geteerte Straßen. Es gibt dort auch viele Hügel und Berge. Ruanda wird nicht ohne Grund „das Land der tausend Hügel“ genannt. Aber Hügel und Berge gibt es auch in der Eifel. Zudem überfällt die Schweiz nicht das benachbarte Frankreich, um dort Diamanten oder Kobalt zu stehlen. Das tut Ruanda nämlich seit Jahren in der DR Kongo. Der Staatshaushalt der Schweiz setzt sich nicht mehrheitlich aus Entwicklungshilfe zusammen. Die Schweiz ist im Gegensatz zu Ruanda eine lebendige Demokratie. Und in der Schweiz gibt es Plastiktüten. Kurzum, die Schweiz ist die Schweiz und Ruanda ist Ruanda. Ich bin ja auch nicht Sie.
 (Aus dem Kapitel „The Horror! The Horror!“)

 

 

 

 

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